Familie Mansbach

Leopold Luis Mansbach

Leopold Luis Mansbach

Leopold Louis Mansbach
Geboren am 7. Januar 1877
Geboren in Gudensberg, Hessen, Deutschland

Heiratete am 12. Oktober 1908 in Niedermarsberg

Rosa Mansbach, geborene Eichengrün
Geboren am 18. Februar 1885
Geboren in Beringhausen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

3 Kinder

Erwin Mansbach
Geboren am 21. August 1909
Geboren in Gudensberg, Hessen, Deutschland

Julius Mansbach
Geboren am 13. September 1913
Geboren in Gudensberg, Hessen, Deutschland

Beate Hildegard Leviticus Mansbach

Beate Hildegard Leviticus Mansbach

Beate Hildegard Mansbach
Geboren am 4. Februar 1916
Geboren in Gudensberg, Hessen, Deutschland

Beate heiratete am 24. April 1943 im Polizeilichen Durchgangslager Westerbork

Louis Leviticus
Geboren am 18. Juli 1918
Geboren in Dordrecht, Niederlande

 

Leopold Mansbach war Viehhändler, nahm am 1. Weltkrieg teil und erhielt dafür 1917 das Eiserne Kreuz. 1926 war er Gemeindeältester der jüdischen Gemeinde Gudensberg. Leopold und Rosa Mansbach emigrierten mit ihren Kindern 1933 in die Niederlande und lebten in Gorichem, Zusterhuis 9.
Am 23.04.1943 wurden Leopold und Rosa Mansbach in das deutsche Konzentrationslager Herzogenbusch in den Niederlanden gebracht und von dort am 18. Mai 1943 in das Polizeiliche Durchgangslager in Westerbork.
Beate Hildegard Mansbach kam bereits am 17. April 1943 nach Westerbork und heiratete dort am 24. April 1943 Louis Leviticus.

Alle 4 wurden am 20. Juli 1943 mit weiteren 2205 Menschen in einen Zug gepfercht und in das deutsche Vernichtungslager Sobibor in Polen deportiert. Dies war der 19. und letzte Transport der Westerbork in Richtung Sobibor verließ. Es ist davon auszugehen, das Leopold und Rosa Mansbach, sowie Beate Hildegard und Louis Leviticus, direkt nach ihrer Ankunft am 23. Juli 1943 in Sobibor, ermordet wurden. Aus diesem Transport überlebte keiner der 2209 Menschen.

Julius Mansbach, geb. 13.09.1913 in Gudensberg, emigrierte mit seinen Eltern und Geschwistern 1933 in die Niederlande. Im Juli 1942 trennte er sich von seinen Eltern und lebte versteckt bis zur Befreiung durch die alliierten Truppen am 01.10.1944 bei der Familie C. Eikhout in Oesterhout / Holland. Dort versteckte er sich über die 2 ¼ Jahre in einem Loch in der Wand. Selbst bei einer Hausdurchsuchung durch die GeStaPo wurde er nicht gefunden. Er ist der einzige Überlebende seiner Familie und zog 1947 in die USA. Er lebte in San Francisco / Californien. Er heiratete Ruth Mansbach, sie bekamen 2 Söhne.

Erwin Mansbach starb am 14.5.1940 bei einem Bombenangriff auf Rotterdam.